Ursprungsland: Mexiko - in neuerer Zeit USA

Verbreitung: Inzwischen recht gut - trotzdem Liebhaber-Rasse

Rassengruppe: Gesellschaftshund.

Charakter: Liebenswert, anhänglich und mit sehr viel Intelligenz ausgestattet

Fütterung: Keine Probleme

Gesundheit: Im Vergleich zu anderen Hunden dieser Rassegruppe verhältnismäßig robust.

Pflege: Das Fellkleid muss gepflegt werden - der Pflegeaufwand bleibt im Rahmen.

Bewegung: Bewegungsstark, doch diese Rasse kann einen großen Teil der vorhandenen Energie auch in einer Wohnung austoben.

Verträglichkeit: Sehr verträglich gegenüber allen anderen Lebewesen.

Größe: Der Chihuahua zählt zu den besonders kleinen Rassen.

Lebenserwartung: Sehr groß, Chihuahua mit 16 Jahren sind nicht nur vorhanden, sondern keine Seltenheit.

Allgemeines Erscheinungsbild

Von allen Rassen weist diese die kleinsten Exemplare auf! Dieser kleine Chihuahua Hund wird als Begleiter und Wächter geschätzt! Er ist ein kompakter, ausgewogener, kräftiger und flinker Hund, voller Temperament, sehr neugierig, aufmerksam und lebhaft, seinem Herrn treu ergeben und mutig! Er besitzt für seine geringe Größe überraschend viel Mut !! Klein, aber oho! Freilich wird der kleinste aller Hunde wieder besseren Wissens von den Besitzern "richtiger Hunde "nicht ernst genommen und belächelt. Für manchen.. Hundeliebhaber.. fängt ein Hundertst ab 60 Zentimeter Widerristhöhe an interessant und beachtenswert zu sein. Was den "Kleinen" gegenüber natürlich ungerecht ist. Der Chihuahua ist keineswegs empfindlich. Vor allem sein entzückendes Wesen macht ihn so liebenswert, er ist anhänglich treu und aufgeweckt, und in der Konfrontation mit Hunden großer Rassen leidet er absolut nicht an Minderwertigkeitskomplexen. Die Lebenserwartung des Chihuahua ist, artgerechter Haltung und vor allem keine Überfütterung vorausgesetzt, wesentlich höher als die der großen Rassen. Zwölf bis sechzehn Jahre alte Rassevertreter sind keine Seltenheit!

Herkunft

Über die Herkunft der Welt, die ihren Namen nach der im Norden von Mexiko liegenden Provinz Chihuahua erhielt, gibt es gleich mehrere Versionen. Es werden sowohl Mexiko als Ursprungsland angenommen, zumindest tendiert die Mehrheit der sich damit Befassenden zu der Ansicht, dass der Chihuahua von den Techichis, das waren die Heiligen Hunde der Azteken, abstammen, als auch China und die Insel Malta erörtert, von wo Zwergrassen über die Handelswege nach Mexiko gelangt sein könnten.

Aber nicht nur die Azteken, auch andere Indianerstämme Mittelamerikas, wie die Tolteken und Majas, hielten schon Hunde, durch die sie eine Gottheit verkörpert sahen. Knochenfunde zufolge, die in die Zeit von 1300 bis 500 v.Chr. anzusiedeln sind, huldigte man auch einen kleinen Hund in der Größe des Chihuahua. Auch scheint gesichert, das die kleinen Hunde dem Toten als Toten Beigabe mit auf den Weg gegeben wurden. Diese heidnischen Riten gehörten so zum Brauchtum der Indianerstämme, dass sie selbst zur Zeit ihrer Christianisierung nicht in Ganzen Abzuschaffen waren.

Der Chihuahua wird als der einzige überlieferte Luxushund aus der vorspanischen Zeit Mexikos angesehen, doch glaubt man, dass seine Winzigkeit erst in jüngster Zeit erreicht wurde. Allerdings gilt bei dieser Version nicht der Techichi, sondern der große mexikanische Nackthund als Vorfahre andere Hunderasse der Welt die für den Chihuahua typische "Fontanelle", eine Vertiefung, ja fast ein Loch am Ende des Nasenrückens, aufweist, dürfte die Theorie des Nackthundes in der Ahnengalerie des Chihuahua zu verwerfen sein, zumal ihm auch die unvollständige Bezahnung des Nackthundes fehlt. Die Befürworter dieser Theorie führen an, dass auch heute noch in Nackthunde-Würfen behaarte Welpen zur Welt kommen und umgekehrt in Chihuahua -Würfen zuweilen auch haarlose Welpen geboren werden. So bleibt es letztlich nur bei Vermutungen über die Herkunft des kleinen Chihuahua, und es ist lediglich als gesichert anzusehen, dass die unmittelbaren Vorfahren des heutigen Chihuahua aus Mexiko, wie anfangs erwähnt, von der nördlichen Provinz Chihuahua stammen.

Mitte bis Ende des vorherigen Jahrhunderts begann das Interesse an Hunden derart zuzunehmen, dass erste Hundeausstellungen ins Leben gerufen wurden. In den Grenzregionen Amerika/Mexiko tauchte ein kleiner Hund auf, den man, je nachdem auf welcher Seite der Grenze er nun lebte, "Mexikanischer Hund" oder "Arizona-Hund" nannte, die Hunde aus Chihuahua hießen "Chihuahuenos". Die ersten in die USA eingeführten Chihuahua waren sehr uneinheitlich und bereiteten außerordentliche Probleme bei der Zucht, da sich die Hunde offensichtlich nicht recht akklimatisieren konnten. Anlässlich einer Ausstellung 1884 in Philadelphia kam der erste Chihuahua zur Vorstellung und als Chihuahua -Terrier gemeldet. Durch sorgfältige Auswahl der Zuchttiere nahm der kleine Hund bald einen beachtlichen Aufschwung.

Von der ersten Zuchtbucheintragung im Jahre 1904 bis 1970 wurden immerhin 30.000 Tiere registriert.1923 erfolgte die Gründung des Amerikanischen Chihuahua Clubs, der im gleichen Jahr den ersten Rassestandard aufstellte. Während in den USA nach strengen Kriterien eine selektive Zucht betrieben wurde und man in Mexiko selbst diese Zuchtmaßnahmen ignorierte, kam schließlich erst 1942 der erste Chihuahua in seinem Heimatland zur Eintragung. So trat das Kuriosum ein, dass das Herkunftsland zur Erreichung einer guten Zuchtbasis Tiere aus den USA einführen musste. Obwohl bereits Ende des vorigen Jahrhunderts einzelne Chihuahua auf den Kontinent gelangten, fanden sie Hierzulande erst Liebhaber, als eine Amerikanische Züchterin und Buchautorin Anfang der Fünfziger Jahre mit ihren Chihuahua` seine Ausstellungs-Rundreise unternahm.1956 gab es den ersten Deutschen Chihuahua Besitzer. In Deutschland war 1982 die beachtliche Zahl von 85 Kurz, und 206 Langhaar Chihuahua Eintragungen zu verzeichnen.